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Kreatives Loch.

Wahrscheinlich kennt es jeder. Jeder kreativ Schaffende kennt es auf jeden Fall. Das kreative Loch. Oder auch die Blockade. Auch für mich ist das kreative Loch ein alter „Feind“.

Gerade diese Woche viel es mir schwer kreativ zu sein. Das ständige schlechte Wetter und der Erfolgsdruck haben mich wieder richtig ausgebremst. Außerdem bin ich perfektionistisch. Und wenn es den absoluten Kreativitätskiller gibt, dann ist das der Perfektionismus. Denn Kunst ist nun mal nie perfekt, das macht Kunst ja gerade zu Kunst.

Wie so oft stand ich mir also wieder selbst im Weg. Da ich noch jede Menge Papierkram zu tun hatte, ja das Gründerdasein ist nicht so einfach, habe ich mich erstmal darauf konzentriert. Und da ich letzte Woche schon mit einer Blockade zu kämpfen hatte, hatte ich eh beschlossen die Woche etwas entspannter anzugehen. Hat auch so weit gut funktioniert. Sogar meine Buchhaltung und Steuern waren vor meiner geplanten Frist abgehakt. Generell habe ich vieles geschafft was ich immer wieder nach hinten geschoben hatte. Aber so wirklich glücklich bin ich damit nicht. Warum? Weil ich jetzt endlich wieder Zeit für die schönen Seiten meiner Arbeit habe, aber einfach unkreativ bin.

Woran merke ich das? Ich versuche schon die ganze Woche Social-Media zu planen und vorzubereiten. Klappt aber nicht. Außerdem bin ich wegen des schlechten Wetters dauermüde. Und Kaffee hilft nicht. Dank meiner besten Freundin weiß ich das es am Wetter liegt, ihr geht es nämlich genau so. Aber während sie angestellt ist und „nur tut was man ihr sagt“ oder etwas das einfach nicht funktioniert an einen Kollegen abgeben kann, bin ich Selbstständig und arbeite allein. Ich habe leider niemanden der für mich das kreative, speziell Social-Media übernimmt.

Und noch eine Woche sagen: „Ach komm, dann eben nächste Woche.“ Möchte ich auch nicht. Gerade weil ich diese Woche schon mit ein paar Kleinigkeiten viel erreicht habe. Da möchte ich am Ball bleiben.

Was also soll ich tun? Zuerst einmal nehme ich mir den Druck und bremse meinem Perfektionismus, indem ich mir einen Plan erstellt habe, der deutlich mit: „Test 1“ beschriftet ist. Kleines Wort große Wirkung. Ein Test muss nämlich nicht funktionieren, sondern nur Testdaten liefern.
Dann schreibe ich diesen Artikel. Das ist toll, weil ich mir meine Sorgen so von der Seele schreibe und gleichzeitig etwas zum Hochladen habe. Somit kann ich meine Wochenaufgaben abschließen. Und es ist etwas Kreatives, das mir Spaß macht. Außerdem nimmt dieses Thema im Moment meine Gedanken komplett ein, sodass ich mich auf meine anderen Themen gar nicht richtig konzentrieren kann. Ich schlage also mehrere Fliegen mit einer Klappe. Dadurch gewinne ich wieder Zeit, weil viele Punkte auf meiner To-Do Liste abgehakt werden können.

Apropos To-Do-Liste: Ich habe viele kleine Dinge auf meiner To-Do-Liste stehen, die nicht viel zeit erfordern, die eigentlich noch warten könnten und die ich darum immer wieder aufschiebe. Davon habe ich diese Woche einige gemacht und so meine Liste deutlich verkleinert. Das hat mich echt motiviert. Kleine Erfolge sind Balsam für die Seele.

Außerdem habe ich mir vorgenommen mir wieder mehr Zeit für mich zu nehmen. Nur für mich. Nicht das Gassi gehen mit dem Hund oder das Kuscheln mit der Katze. Ich liebe die beiden unglaublich, aber ich brauche auch Me-Time. So nenne ich das. Ich-Zeit wäre die deutsche Übersetzung. Zeit, in der ich Sport mache, mit Freunden quatsche oder einfach ungestört zocken kann. Dann kommt die Kreativität ganz von allein zurück.

Mein Fazit:

Kreativität kann nicht erzwungen werden und Perfektionismus und Stress sind absolute Kreativkiller. Ich möchte es in Zukunft ein wenig lockerer angehen. Nicht so locker, dass ich nichts mehr geschafft bekomme, aber wenn ich morgens mal fünf Minuten länger im Bett liege, ist das Ok. Ich bin selbstständig und damit flexibler als andere. Und das möchte ich in Zukunft mehr ausnutzen.

Kreativität kann echt nicht erzwungen werden, also gestallte ich meine To-Do-Liste so das ich immer Raum für meine kreativen Aufgaben habe, aber auch genug organisatorisches für kreative Löcher. So dass ich immer arbeiten kann.

Mehr Me-Time. Vor allem bewusste Me-Time. Nur wenn ich mein „Akku“ immer wieder auflade habe ich genug Kapazität, um kreativ zu Denken und meine Zeit produktiv zu nutzen.

Bonus:Ich habe festgestellt das ich mit „vollem Akku“ in weniger Zeit viel mehr schaffe. Während ich teilweise für etwas sonst Stunden, Tage oder Wochen gebraucht habe, habe ich in einer „entspannten“ Woche viel weniger gebraucht. Zum Beispiel dieser Beitrag hier. Normalerweise brauche ich einen Tag für meine Blogbeiträge. Heute, wo ich mich wirklich entspannt drauf eingelassen habe und eben nicht den „perfekten“ Beitrag schreiben wollte, brauchte ich nur ein paar Stunden. Wobei ich sogar noch unterbrochen wurde, da meine Mama Probleme mit ihrem Auto hatte und mein Rhythmus sich so verschoben hat. Es stimmt also das man in weniger Zeit mehr schaffen kann, wenn man einfach lockerer ist.

Kennst auch du das kreative Loch? Wie gehst du damit um? Lass es mich doch auf einem meiner Social-Media-Accounts wissen.