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Die Sache mit sicheren Straßen

Aus den Aufzeichnungen Tarric Vethrins

Es gibt eine Straße südlich von Valthera, die als sicher gilt.

Das ist normalerweise der Moment, in dem ich anfange, mir Sorgen zu machen.

Sicherheit in Elyndor ist ein interessantes Konzept. Es bedeutet meistens nur, dass zuletzt niemand laut genug gestorben ist, um eine offizielle Neubewertung zu rechtfertigen.

Abenteurer lieben diese Straßen. Händler auch. Beide aus unterschiedlichen Gründen. Die einen hoffen, dass nichts passiert. Die anderen hoffen, dass sie schnell genug reagieren, wenn doch etwas passiert.

Das Scherbenband hilft dabei. Meistens. Manchmal auch nicht.

Wenn Magie erschöpft ist, werden selbst die besten Systeme sehr ehrlich. Kommunikation bricht ab. Zielhilfe wird still. Und plötzlich ist man wieder genauso gut informiert wie jemand ohne teure Ausrüstung.

Ich habe einmal einen Söldner getroffen, der sagte, er vertraue seinem Band mehr als seinen Augen.

Zwei Tage später hat er beides nicht mehr benutzt. Ich weiß nicht, ob das eine Lektion war. Eher eine Statistik.

Der Verband über seinen Augen stand ihm übrigens erstaunlich gut. Vielleicht ein neuer modischer Trend. Unpraktisch, aber das hat den Adel ja noch nie gestört.

— Tarric Vethrin

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